Mette Bjørndal

Mette Bjørndal - Installationen und Skulpturen

Mette Bjørndals Praxis konzentriert sich auf Installationen und Skulpturen, die Klang, Rhythmus,
Tempo und die Wahrnehmung von Zeit untersuchen. Ihre Arbeiten erkunden die Bedingungen, unter
denen Klang und Rhythmus entstehen: Wiederholung und Unterbrechung, Resonanz und Stille,
Bewegung und Pause. So wie Musik durch die Zwischenräume zwischen Klängen Gestalt annimmt,
wird Zeit durch Unterbrechungen, Wiederkehr und Wiederholungen wahrnehmbar.

Bjørndal arbeitet mit vertrauten Objekten, Formen und Systemen und verändert deren Maßstab,
Material, Funktion oder Kontext. Was zunächst festgelegt oder funktional erscheint, beginnt sich
wie ein Körper oder Organismus zu verhalten und entwickelt einen eigenen Rhythmus durch Raum
und Zeit. Vertraute Formen öffnen sich so für Erinnerung, Assoziation und imaginierte Bewegung.

Klang kann dabei sowohl physisch präsent als auch visuell oder imaginativ hervorgerufen werden.
Skulpturale Formen suggerieren klangliche Qualitäten oder erzeugen selbst Klang und sprechen ein
„inneres Ohr“ an, in dem sich Sehen und Hören mit Rhythmus, Erinnerung und Resonanz
verbinden.

In diesem Raum zwischen Sehen und Hören weicht lineare Messung einer gelebten Zeit: etwas, das
sich ansammelt, unterbricht, dehnt, driftet und wiederkehrt. Skulptur gibt diesen sonst unsichtbaren
Strukturen von Klang und Zeit eine physische Präsenz.

Full Break, 2025:
Sprühlackiertes Aluminium

Connections, 2022:

Porzellanabgüsse von Crashbecken, gebrannt und glasiert,
elektromagnetische Motoren, Kabel, Arduino, Stahl, Aluminium




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